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Geeister Kaiserschmarren

30. Juli 2011 Kommentare ausgeschaltet

Nach etwas zeitlicher Abstinenz nun wieder einmal ein sehr leckeres Rezept welches nicht nur in den Sommermonaten gut ankommt.

Geeister Kaiserschmarren 

Zutaten:

  • 2 Esslöffel Mandelblättchen
  • 2 Eigelbe
  • 1 Ei
  • 60g Zucker
  • Vanillemark
  • abgeriebene Zitronenschale
  • 200g Sahne
  • 2 Esslöffel Rumrosinen (selbst eingelegt natürlich am besten)
  • 1-2 Teelöffel Rum
  • 100g Vollmilchschokolade
  • etwas Pflanzenöl

Zubereitung:

  1. Die Mandeln in einer Pfanne hell bräunen und auskühlen lassen.
  2. Eigelb, Ei, Vanillemark, Zitrone und 20g des Zuckers in einer Schüssel schaumig schlagen.
  3. Restlichen Zucker mit etwas Wasser in einem kleinen Topf kurz köcheln lassen und dann in die Eimasse rühren.
  4. Über einem Wasserbad (ca. 70 Grad) dick schaumig rühren.
  5. In Eiswasser kalt schlagen.
  6. Die Sahne steif schlagen, mit Rum und Rumrosinen unterheben.
  7. Eine Auflaufform mit Backpapier auslegen, die Masse ca. 1 cm hoch glatt darin verstreichen und dann in das Gefrierfach stellen. Gut durchfrieren lassen.
  8. Die Schokolade in einem Wasserbad schmelzen lassen, etwas Öl einrühren, leicht abkühlen lassen und dann auf das Parfait streichen.
  9. Noch etwas gefrieren lassen und dann beim Anrichten in Stücke brechen.
  10. Auf dem Teller anrichten und mit den gerösteten Mandeln bestreuen.

Dazu passt wunderbar eine selbst gemachte Vanillesauce.

Viel Spaß beim Nachkochen.

Minipendence Day

4. Juli 2011 1 Kommentar

Soon to come

Hiermit erkläre ich den heutigen Tag zu meinem persönlichen “Minipendence Day“!

KategorienEreignisse, Mein Tag Tags:

„37 das neue 87“ oder „Wie trete ich der Zahnfee in den Allerwertesten“

26. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Tja, letzte Woche war es mal wieder soweit. 365 weitere Tage auf diesem Erdball forderten ihren Tribut. Bisher habe ich mich nicht wirklich über das fortschreitende Alter beschweren können, aber so langsam merkt man doch, dass die Natur eine kürzere Lebensdauer für uns geplant hatte.

Wie ich jetzt darauf komme? Naja, bisher war ich immer so stolz auf den Zustand meiner Beißerchen. Keine Plomben, Kronen oder sonstige Korrekturen. Jetzt allerdings komme ich so langsam dahinter, dass ich nach Strich und Faden hintergangen wurde. Im Hintergrund, oder passender formuliert „Untergrund“, wurde an dem Fall der Zahnsubstanz gearbeitet. Karius und Baktus haben ganze Arbeit geleistet. So wäre es fast zu einem elften September in meinem Rachenraum gekommen. Einen Zahn hatten Sie schon für den großen Moment präpariert. Dank der Einsatztruppe „Medeco“ wurde jedoch größeres Unheil verhindert. Dennoch musste dem Zahn auf die Wurzel gefühlt werden.

Just an meinem Geburtstag machte jedoch genau dieser behandelte Zahn wieder Probleme und nicht nur das. Auch in der oberen Reihe rumorte es nun. Nur durch Zufall wurde gestern entdeckt, dass ein noch heimtückischeres Attentat der beiden Jungs konkrete Formen annahm. Aber auch hier zeigte die Eingreiftruppe kein Erbarmen und griff mit Bohrern und seltsam anmutenden Werkzeugen ein um den Fall des zweiten Zahns zu verhindern. Es ist geglückt, aber zu welchem Preis. Eine schlaflose Nacht hat es mich bereits gekostet.

Aber jetzt sollte ich vielleicht auch mit dem Jammern aufhören. Ansonsten ist nämlich (körperlich gesehen) alles in bester Ordnung.

Dank einer neuartigen Trainingsmethode konnte ich sogar den Mythos „Muskelaufbau funktioniert nach den Dreißigern nicht mehr“ widerlegen. So langsam spüre ich das Waschbrett unter dem Waschbärbauch zumindest anhand der Muskelkatze, die mich zwei Tage danach besucht. Auf jeden Fall kann ich diese neu gewonnene Masse gegen die Zahnfee nutzen und ihr mal gehörig in den Allerwertesten treten, sollte sie nur im entferntesten erwarten einer meiner Zähne einsammeln zu dürfen.

Um den Kreis dieses Artikels wieder zu schließen, möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Gratulantinnen und Gratulanten bedanken. Es waren dieses Jahr wirklich außergewöhnlich viele. Auch die spontanen Aufmerksamkeiten lassen mich jetzt immer noch grinsen.

Vielen Dank. :-)

PS:

Ist euch mal aufgefallen wie erschreckend gut sich “Zahnweh” auf “Zahnfee” reimt? Hat das etwas zu bedeuten?

Kralis Werk und Ösis Beitrag

25. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Es war alles gut geplant und auch der Wetterbericht stimmte positiv. Dann allerdings trudelten die ersten Meldungen über Schauer in der Alpengegend ein. Wie gut, dass wir genau da hin wollten. Es stand eine Bergwanderung im Berchtesgadener Land an. Die elektronische Wegfindungstusse hatte das Ziel berechnet und sorgte in gewohnt herrischem Ton dafür, dass ich mich auch an die klaren Anweisungen hielt.

Dann allerdings kam es zu einem Eklat. Die Route führte kurz auf Almdudler-Terrain um dieses an der nächsten Ausfahrt wieder zu verlassen. Natürlich habe ich die Hinweise auf Mautpflicht gesehen. Natürlich war mir bewusst, dass ich wieder an einer Erwerbsmöglichkeit vorbeigefahren war. Und natürlich war mir auch die letzte Möglichkeit zum Kauf nicht entgangen, aber ich entschloss mich dem Motto “Des passt scho” zu folgen. Funktionierte 1A! Direkt an der Ausfahrt wurden wir kontrolliert und meine Ignoranz machte mit einem einfachen Durchziehen der EC-Karte durch ein Lesegerät im mobilen Einsatzfahrzeug der österreichischen Polizei aus 4,95 € schlappe 120 €.

Da ich jetzt Franzosen wieder mag, hege ich nun einen Groll gegen Ösis.
So langsam verstehe ich die Kriegsherren der verschiedenen Epochen. Es muss anscheinend immer ein Feindbild geben. Das ich es letztendlich selbst schuld war, tut hier absolut nichts zur Sache. Es sind grundsätzlich immer die Anderen schuld!

Seltsamerweise blieb ich relativ gelassen und ignorierte auch den langsam einsetzenden Regen, der auf der Weiterfahrt gegen die Windschutzscheibe prasselte.
So erreichten wir die Jennerbahn am Königssee. Laut der Dame am Schalter prognostizierte der lokale Wetterdienst andauernde Inkontinenz von Petrus. Nicht gerade sehr erbauliche Aussichten. Just in diesem Moment erinnerte ich mich wieder an diverse Situationen in denen ich durch schlichte Stoßgebete nach oben eine Wetteränderung herbeiführen konnte. Meist mit negativen Auswirkungen für mich. So richtete ich erneut meinen Blick nach oben und bat nach der großzügigen Opfergabe von 120 Euronen um Sonnenschein. Half nicht wirklich. Dennoch stiegen wir mit regenfester Kleidung in die Bergbahn. “H2O sieht mit zunehmender Höhe ja gleich viel interessanter aus”, grummelte ich so in mich hinein. Innerlich enttäuscht über meinen offensichtlich verlorenen Draht zu höheren Sphären, traten wir schließlich aus der Mittelstation der Bergbahn.
Was war denn das?  Der Regen hatte aufgehört. Auch konnte man plötzlich die umliegenden Berge besser erkennen. Die Hoffnung keimte auf, dass eine höhere Macht vielleicht gerade damit beschäftigt war eine Froschplage über Ströme, Kanäle, Sümpfe und Red-Bull-Produktionsanalagen zu entsenden. Der Anrufbeantworter funktionierte anscheinend und jetzt setzte ein massiver Wetterumschwung ein. Die Wolken verzogen sich und gaben Stück für Stück den blauen Himmel frei.

Nun wollte ich es wirklich wissen und schickte folgenden Satz hinterher: “Ob es wohl noch möglich wäre den Wind ein wenig abflauen zu lassen?”. Okay, insgeheim hatte ich befürchtet gleich von einer Bergspitze erschlagen zu werden aber nach ein paar Minuten ließ auch dieser nach. Ich spinne hier wirklich nicht herum. Es ist genau so passiert, ich habe Zeugen!
Bevor jetzt aber für die nächsten Reisen das Wetter bei mir gebucht wird sei gesagt, es ist alleine meinem etwas abstrusen Verhältnis zu dem Wetterbeauftragten geschuldet.

Es wurde immer wärmer und schließlich wanderten wir unter strahlender Sonne durch die Berge. Einen kurzen Moment hielt ich inne, blickte nach oben und schickte ein von herzen kommendes “Danke” nach oben. Offensichtlich wurde es gewürdigt, denn die Witterung hielt bis zur Rückkehr an unserem Mietwagen an. So verbrachten wir also einen wunderschönen Tag mit eindrucksvollen Panoramen, frischester Luft und Natur pur. Hartnäckigkeit zahlt sich halt doch aus. (Ein paar der Fotos werden sicherlich den Weg in die Galerie finden. Nein, nicht bei Facebook sondern auf meinem Blog)

Krönender Abschluss bildete noch ein sehr guter Gamsbraten, Käsespatzen und eine Tour über die Alpenstraße. Schade dass man als Fahrer nicht überall hingucken kann. Der plötzliche Ausstieg aus der Atomenergie verhindert natürlich die Möglichkeit von Mutationen die uns zusätzliche Augen(-paare) bescheren könnten. Man kann halt nicht alles haben.

Trotz dem etwas holprigen Start also ein toller Tag mit schönen Wendungen.

PS:
Ich werde vielleicht doch von der Froschplage absehen. ;-)

Kralfreitag

22. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

 

Ja, es gab Fisch. Aber fangen wir doch mal ganz von vorne an.

Kurz nachdem ich heute morgen meine Tasche(n) gepackt hatte, brach die Panik aus. “Wo ist meine Geldbörse?” oder vielmehr “Wo ist die Jacke in der sich die Geldbörse befinden sollte?”. Ich denke jedes Paar mit Kindern konnte als Single schonmal dieses Gefühl üben. Nennen wir es einmal “Schrecken”. Zuerst beginnt es mit einem unguten Gefühl und entwickelt sich immer mehr zu einer ausgewachsenen Panik. Ich glaube so fühlt sich auch ein Elternteil, wenn das eigene Kind mal wieder ausgebüchst ist und nicht auf sein gewohntes Rufzeichen reagiert.
So suchte ich also hektisch meine Wohnung ab bis ich inmitten des Wohnzimmers mit folgenden Gedanken einfrohr: “Du hast doch nicht etwa die Jacke gestern Abend auf dem Fahrrad vergessen!?”. Während ein Teil in mir schon hämisch grinste und um das “Klar-hast-Du-das-vergessen”-Feuer tanzte, hoffte ein ganz Anderer, dass – sofern dem wirklich so sein sollte – doch alles vorhanden wäre. Nicht auszudenken wenn “mein Leben in kleiner Form” Beine bekommen hätte. Den Flug nach München könnte ich ohne Ausweis getrost knicken. Ich hatte Glück.
Es stellte sich heraus, dass offenbar niemand Interesse sowohl an meiner Jacke als auch an meinem Klingelbeutel hatte, da beides – als wäre nichts gewesen – auf meinem Gepäckträger festgezurrt war. Eine ganze Steinlawine ging von meinem Herz ab. Mein Blick richtete sich mit einem “Danke” nach oben und ich beendete den Packvorgang. Nächstes Ziel: Flughafen.
Der Flug an sich war unspektakulär angenehm und dennoch habe ich mich dem Mysterium “Tomatensaft über den Wolken” gestellt. Allerdings nur Huckepack mit einer Cola Light. Ich muss sagen, gar nicht übel und mit Salz und Pfeffer durchaus schmackhaft. Hatte etwas von einer kalten Tomatensuppe.
Nach dem üblichen Wartevorgang an der Gepäckausgabe ging es dann zum Ticketschalter, wo ich mich schon im vornherein über die horrenden Ticketpreise ärgerte. Just in dem Moment als ich mich knirschend zu einem 3-Tageticket durchgerungen hatte, kam plötzlich von der Seite ein “Do you speak english?”. Eine französische Familie hatte sich ein Tagesgruppenticket geholt und beendete seinen Bayernausflug nun am Flughafen. Da sie den Fahrschein nicht verfallen lassen wollten, suchten Sie ein “Opfer” und wie sich herausstellte, sollte ich es sein. Dankbar nahm ich die milde Gabe an und bot auch eine entsprechende finanzielle Vergütung an. Dies wurde aber kategorisch abgelehnt.

Memo an mich selbst: Vorturteil gegenüber unfreundlichen Franzosen nochmal überdenken!

So konnte ich mir also das heutige Ticket sparen. Neben dem absolut fantastischem Wetter ein weiteres positives Highlight des Tages. In der S-Bahn wartete dann die nächste Überraschung. Normalerweise überbrückt man die 45 Minuten bis zur Ankunft in der Innenstadt meist in einvernehmlicher Stille oder mit Smalltalk. Weit gefehlt. Nachdem ich mit meiner Mutter kurz über den religiösen Hintergrund von Ostern philosophierte, schaltete sich ein Mitreisender schräg links mit in das Gespräch ein. Heraus kam eine facettenreiche Konversation die neben Religion, Kreuzzüge, Kriege, schizophrene Staaten, Despoten, Meuchelmörder, Volksverdummung und Facebook bis hin zu der Frage reichte,  ob nicht doch schon die Maschinen ihr geheimes Ziel die Menscheit zu unterjochen durch Smartphones eingeleitet haben.

Zuhause angekommen ging es dann noch eine Runde in den Westpark der sich in “Little Istanbul” verwandelt hatte. Durch sämtliche Grillausdünstungen verließen wir dann gut geräuchert die Lokalität und widmeten uns der heute fast vorausgesetzten Speise. Fisch.

Kurze Frage an die Leser: Hattet ihr heute etwas anderes zwischen den Kiemen? Und wenn ja, was?

Nach einem sehr leckeren Mahl wurdem dann noch der heimische Dialekt mittels “Altbayerisch für Anfänger” aufgefrischt und somit kann ich das Buch über einen wunderschönen ersten Osterfeiertag schließen und freue mich schon auf die kommenden Ausflüge. Morgen nehme ich wieder die Dienstleistung von Regine Sixt in Anspruch und hoffe auf das kategorische Upgrade.

Ich wünsche euch allen frohe Ostern und schöne erholsame Tage!

Apfelkuchen mit Mandeldecke

20. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Apfelkuchen mit Mandeln:

Zutaten für den Mürbteig:

  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • Abgeriebene Zitronenschale (ggf. auch fertig von Dr. Oetker)
  • 1 Teelöffel Backpulver

Zutaten für die Füllung:

  • 5 Äpfel
  • 100g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 120g Zucker
  • 160g Mandelblättchen
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 3 Esslöffel Milch
  • 3 Esslöffel Mehl

Zubereitung:

  1. Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbteig herstellen und für eine halbe Stunde kalt stellen.
  2. Äpfel entkernen und halbieren. 4 Äpfel in Scheiben schneiden, 1 Apfel in kleine Stücke.
  3. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
  4. 2/3 des Teigs in einer gefettete Springform (26cm oder 28cm Durchmesser) auf dem Boden ausrollen. Den restlichen Teig zu kleinen Rollen formen und am Rand auslegen und nach oben drücken.
  5. Die Apfelscheiben auf dem Boden auslegen und schließlich die kleinen Apfelstücke darüber verteilen.
  6. Für die Mandelkruste die Butter,Zucker und Vanillezucker in einen Topf geben und langsam erwärmen bis sich der Zucker löst. Den Topf vom Herd nehmen, die Mandeln zugeben und gut verrühren. Nun den Zimt, Milch und das Mehl dazugeben und vermengen.
  7. Die Masse über den Kuchen geben und gleichmäßig verteilen.
  8. Den Kuchen auf die unterste Schiene in den Backofen stellen und für ca. 50 Minuten backen bis die Mandeln goldbraun sind.

Im Büro kam dieser Kuchen sehr gut an und ich wünsche ganz viel Spaß beim Nachkochen bzw. Nachbacken.
Sobald der Kuchen im Backofen verschwindet verbreitet sich ein wunderbarer Duft, dem jeder nur schwer widerstehen kann, also Vorsicht! ;-)

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Hochzeit in der Schweiz

9. April 2011 2 Kommentare

So, nach langer Abstinenz folgt jetzt endlich wieder mal ein Beitrag. Zugegebenermaßen war ein Quäntchen Faulheit neben der Schreibblockade mit dabei, aber jetzt wird wieder Fahrt aufgenommen. Zudem passt es als Kontrast zu meinem vorherigen Artikel sehr gut, denn heute nähert sich ein freudiges Ereignis. Und zwar die standesamtliche Hochzeit der Eltern meiner Patentochter in der Schweiz.

Gestern flog ich bei sehr windigen und schattigen Wetterbedingungen in Berlin los und landete in Zürich im Sommer. Wenn das keine perfekten Bedingungen für den heutigen Tag sind, weiß ich es auch nicht. Strahlend blauer Himmel heute morgen und gleich geht es Richtung Standesamt.

Der Rest des Tages wird dann spontan angegangen und auch in anderem Outfit. Da ich meine Badeklamotten mit eingepackt habe könnte es sogar passieren, dass ich dem Bodensee einen kleinen Besuch abstatte. Aber das hängt dann doch von den Außentemperaturen ab, die jetzt allerdings schon viel erwarten lassen.

Abendliches Update:

Es war ein wirklich fantastischer Tag. Hier einmal die Eckdaten:

  • Traumhaftes Wetter mit Temperaturen in der Sonne teilweise über 26 Grad.
  • Ein schönes Standesamt mit einer sympathischen Standesbeamtin.
  • Zwei gut gelaunte Trauzeugen.
  • Zwei trauungswillige Protagonisten.
  • Ein überaus schmackhaftes Essen in einem Restaurant mit Blick auf den Bodensee.
  • Picknick am Strand mit Schwimmeinlage. Ja, die Badesaison wurde eingeläutet! Beweisfotos werden nachgereicht.
  • Gemütlicher Ausklang des Abends in den vier Wänden.

Nachruf für meinen Onkel

20. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ich wusste nicht genau, ob ich jetzt einen Nachruf hier im Blog veröffentlichen soll, oder es besser sein lasse. Nun habe ich mich doch dazu entschlossen. Es heißt ja so schön, dass das Internet nichts vergisst und damit trifft es genau den Punkt. Genauso wenig wie ich die Erinnerungen wegwischen werde, wird auf diesem Weg ein kleines “Denkmal” zur Erinnerung hinterlassen.

Letzte Woche wurde mein Onkel vom Klinikum Kufstein mit der Diagnose “Nierentumor” nach Großhadern in München überwiesen um dort in einer aufwändigen OP von der Geschwulst befreit zu werden. Die lange Operation hat er gut überstanden und machte auch wieder einen stabilen Eindruck. Leider kollabierte er dann in der Nacht und es kam zum Herzstillstand. Leider konnte man den Zeitraum nicht genau eingrenzen wie lange sein Herz nun genau nicht geschlagen hat. Daraufhin versetzte man ihn in ein künstliches Koma und es wurde eine Diagnose der Neurologie erstellt. Aufgrund der kaum vorhandenen Gehirntätigkeit und den zusätzlich eintretenden Organversagen, haben wir beschlossen ihn nicht länger leiden zu lassen. Somit wurden gestern alle lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt. Heute nachmittag hörte das Herz schließlich auf zu schlagen.

In Erinnerung bleibt er mir als humorvoller, liebenswerter Mensch mit dem man sich wunderbar bei einer Partie “Mensch ärgere dich nicht” ärgern konnte. Er war sehr gesellig und schaffte es immer wieder die Aufmerksamkeit Anderer auf sich zu ziehen. Im positiven Sinne. Auch werde ich unsere vielen Ausflüge mit meiner Mutter zusammen nicht vergessen. Ein kleiner Auszug daraus findet sich hier noch auf den Fotos.

Ich schwanke immer noch zwischen verschiedenen Gefühlszuständen. Auf der einen Seite bin ich dankbar, dass er nicht lange leiden musste und auf der Anderen frage ich mich natürlich, warum erst die Operation so gut verlief und ihm dann doch nicht half dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Aber genau das werden wohl immer die Mysterien des Lebens bleiben, die wir nie so richtig klären können. Ich will jetzt auch gar nicht so viel Worte verlieren, denn wir alle wissen dass solch ein Verlust immer weh tut und diese Wunde Zeit braucht zu verheilen.

Vielen Dank an dieser Stelle an all meine Freunde und Kollegen die mir mit Rat, Tat und Verständnis zur Seite standen und stehen. Es  hilft ungemein so einen Rückhalt zu haben. Danke euch allen!

Als nächster Schritt müssen jetzt die Beerdigung organisiert und die “Formalien” geklärt werden. Das dies eine komplett neue Situation für mich ist, werde ich erst einmal das Internet nach Informationen durchforsten. Ich bin ja nun nicht der Einzige der so etwas schon durchgemacht hat. Es wird schon alles klappen.

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Gamescom 2010

19. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Wie auch schon das Jahr zuvor stand ein Besuch der “Gamescom” an. Wenn sich bei diesem Namen jetzt eine große Leere im Kopf auftut, kein Problem. Dem kann abgeholfen werden. Einfach auf den meist blau unterlegten Namen anklicken und schon landet man auf der offiziellen Homepage.

Fast jeder großer Hersteller von Spielen ist vertreten und präsentiert seine kommenden Attraktionen für Konsolen und PC’s. Auch dieses Mal erinnerte manche Halle mehr an einen Rummelmarkt. Überalle dröhnte und wummerte es. Fast wie bei einem Markt an dem jeder sein Produkt durch noch lauteres Schreien an den Mann oder die Frau bringen möchte.

Apropos “Frau”: Dieses Jahr war der XX-Chromosomen Anteil deutlich höher. Keine Ahnung was passiet ist, aber ich finde diese Entwicklung gar nicht schlecht. Vielleicht mag aber einfach die “Wii” dazu beigetragen haben, dass auch sonst eher den Spielekonsolen kritisch gegenüberstehende Menschen einen Zugang dazu gefunden haben. Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Gab es bahnbrechende Neuerungen zu bewundern? Außer dem “Kinetic” System von Microsoft für seine X-Box und dem Pendant “Move” von Sony eigentlich nicht. Beide Hersteller kopieren hier die damals revolutionäre Bedienungsmöglichkeit von Nintendo und haben sie mehr oder minder weiterentwickelt. Während man bei Sony einen doch recht seltsam anmutenden Controller in der Hand hat, verzichtet Microsoft ganz darauf. Obwohl beide Neuerungen für mehr Bewegung im Spiel sorgen, konnte ich mich nicht restlos dafür begeistern. Ich finde die Entwicklung gar nicht schlecht, aber die Umsetzung ist dann doch noch etwas hakelig. So hatte ich öfters den Eindruck, dass zwar das Fleisch des Spielers willig war, der Geist der Maschine die Bewegungen aber dann doch nicht richtig interpretieren konnte. Ich denke da mit Graus an meine Erfahrungen mit dem “EyePet” zurück. Dieses doofe Vieh wollte einfach nicht aus seinem Ei raus weil die Kamera meine Bewegungen einfach nicht richtig einfing. Zudem man dann in einigen Foren lesen muss, dass einige Wohnzimmer aufgrund ihrer Möblierung, Farbgebung und des Bodenbelags ungeeignet sind. Aber ich streiche doch jetzt nicht alles klinisch weiß an und lebe in einer “Möbelaskese”, damit ich vor meiner Konsole rumhampeln kann. Das muss noch besser werden. Wir sind aber auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Mehr Interaktivität und damit auch Spaß. Es ist ja schon witzig zu sehen wie drei Leute zu “Pokerface” von Lady Gaga Tanzschritte ausführen müssen. Ob ihnen klar war, dass man sie beobachtete?

Insgesamt also “ganz nett” was geboten wurde aber ob ich das jetzt jedes Jahr brauche wage ich zu bezweifeln. Aber mal sehen was sich die Hersteller noch alles einfallen lassen.

Von “doofen” Frauen und tiefschürfenden Gedanken

3. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Also um es direkt einmal klarzustellen, ich habe nichts gegen Frauen!Und ich weiß bis heute noch nicht genau, warum die meisten Unwetter weibliche Namen bekommen.

Was ich allerdings mit purer Gewissheit behaupten kann ist, dass mich seit über einer Woche solch eine “Femme fatale” im Griff hat. Sie hört auf den recht unschuldig wirkenden Namen “Angina” und sorgt bei mir für zunehmenden “Wohnungskoller”. Darüber hinaus poche ich als Mann auf mein Recht bei Krankheiten besonders zu leiden. Da jammert der Jäger nun in seiner Höhle herum, während sich die Beute kringelnd vor Lachen davor niedergelassen hat. Tolle Evolution. Oder sollte ich doch wieder mal über Charles Darwin und dem von ihm geprägten Satz “Survival of the Fittest” nachdenken? Wenn man jetzt ganz nüchtern an die Sache heran gehen würde, mein Genmaterial wäre recht schnell aus dem Pool getilgt worden.

Auf meinem täglichen Rundweg zwischen Bett, Bad und Couch kamen mir auch noch ganz andere Gedanken. Ist der gesamte technische Fortschritt nun ein Segen oder Fluch? Bei etwas differenzierter Betrachtung kam ich zu der persönlichen Erkenntnis, dass der Mensch meist aus einer guten Sache etwas pervertiert. Fernsehen an sich kann so schön sein. Ich liebe die Natur-Dokumentation der BBC und könnte mich stundenlang an traumhaften Landschaften und exotischen Tieren weiden. Und nicht zu vergessen der Lern-Effekt. So war ich doch bis vor kurzem noch der Meinung ein Basilisk existiert lediglich in einer Welt mit einem Gleis 9 3/4. Falsch, es gibt ihn zum Beispiel in Südamerika wo er tatsächlich über das Wasser laufen kann.

So, das ist jetzt die schöne Welt die sich meist nur durch Pay-TV oder den Gang in die DVD-Thek erschließt. Klinkt man sich dagegen unter der Woche vormittags in ein “normales” Fernsehprogramm ein, braucht man keinen Alkohol oder Drogen um seinen Synapsen im Großhirn beim langsamen und qualvollen Sterben zuzusehen.  Ein sehr guter Freund nennt das Phänomen auch “Hartz-TV”.

Jetzt höre ich schon die anderen Stimmen “Aber was ist mit Arte und N24?”. Also zu letzterem Nachrichtensender kann ich direkt bemerken, dass in meinem gesundheitlichen Zustand diese ganzen Nachrichtenticker in verschiedenen Geschwindigkeiten mehr zu Übelkeit führen, als dass sie mich über den aktuellen Stand meiner Börsenspekulationen informieren. Und Arte ist auch ein recht schwieriges Thema. Oftmals fühle ich mich schlagartig in Geschichtsstunden versetzt, die es damals schon nicht geschafft haben mich von der Erstellung eines Plans zur Weltherrschaft abzubringen. Sicherlich gibt es dort auch sehenswerte Reportagen, aber meist fühle ich mich von diesem Sender ganz schnell bevormundet.

So, jetzt bin ich schon wieder am Ende meiner geistigen Kapazität für heute angelangt und ein Müdigkeitsschub zwingt mich ins Bett um der doofen Schnepfe endlich die Stirn zu bieten.

Bis bald in diesem Blog…

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