Von “doofen” Frauen und tiefschürfenden Gedanken
Also um es direkt einmal klarzustellen, ich habe nichts gegen Frauen!Und ich weiß bis heute noch nicht genau, warum die meisten Unwetter weibliche Namen bekommen.
Was ich allerdings mit purer Gewissheit behaupten kann ist, dass mich seit über einer Woche solch eine “Femme fatale” im Griff hat. Sie hört auf den recht unschuldig wirkenden Namen “Angina” und sorgt bei mir für zunehmenden “Wohnungskoller”. Darüber hinaus poche ich als Mann auf mein Recht bei Krankheiten besonders zu leiden. Da jammert der Jäger nun in seiner Höhle herum, während sich die Beute kringelnd vor Lachen davor niedergelassen hat. Tolle Evolution. Oder sollte ich doch wieder mal über Charles Darwin und dem von ihm geprägten Satz “Survival of the Fittest” nachdenken? Wenn man jetzt ganz nüchtern an die Sache heran gehen würde, mein Genmaterial wäre recht schnell aus dem Pool getilgt worden.
Auf meinem täglichen Rundweg zwischen Bett, Bad und Couch kamen mir auch noch ganz andere Gedanken. Ist der gesamte technische Fortschritt nun ein Segen oder Fluch? Bei etwas differenzierter Betrachtung kam ich zu der persönlichen Erkenntnis, dass der Mensch meist aus einer guten Sache etwas pervertiert. Fernsehen an sich kann so schön sein. Ich liebe die Natur-Dokumentation der BBC und könnte mich stundenlang an traumhaften Landschaften und exotischen Tieren weiden. Und nicht zu vergessen der Lern-Effekt. So war ich doch bis vor kurzem noch der Meinung ein Basilisk existiert lediglich in einer Welt mit einem Gleis 9 3/4. Falsch, es gibt ihn zum Beispiel in Südamerika wo er tatsächlich über das Wasser laufen kann.
So, das ist jetzt die schöne Welt die sich meist nur durch Pay-TV oder den Gang in die DVD-Thek erschließt. Klinkt man sich dagegen unter der Woche vormittags in ein “normales” Fernsehprogramm ein, braucht man keinen Alkohol oder Drogen um seinen Synapsen im Großhirn beim langsamen und qualvollen Sterben zuzusehen. Ein sehr guter Freund nennt das Phänomen auch “Hartz-TV”.
Jetzt höre ich schon die anderen Stimmen “Aber was ist mit Arte und N24?”. Also zu letzterem Nachrichtensender kann ich direkt bemerken, dass in meinem gesundheitlichen Zustand diese ganzen Nachrichtenticker in verschiedenen Geschwindigkeiten mehr zu Übelkeit führen, als dass sie mich über den aktuellen Stand meiner Börsenspekulationen informieren. Und Arte ist auch ein recht schwieriges Thema. Oftmals fühle ich mich schlagartig in Geschichtsstunden versetzt, die es damals schon nicht geschafft haben mich von der Erstellung eines Plans zur Weltherrschaft abzubringen. Sicherlich gibt es dort auch sehenswerte Reportagen, aber meist fühle ich mich von diesem Sender ganz schnell bevormundet.
So, jetzt bin ich schon wieder am Ende meiner geistigen Kapazität für heute angelangt und ein Müdigkeitsschub zwingt mich ins Bett um der doofen Schnepfe endlich die Stirn zu bieten.
Bis bald in diesem Blog…












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