Barfuss unterwegs

Vor längerer Zeit wurde mir schon einmal das Prinzip eines “Barfussparks” nahegelegt. Man schreitet eine vorgegebene Strecke auf verschiedenen Untergründen ab.
Einen kürzeren Weg gibt es zwar auch in Neuss (Düsseldorf) aber nachdem ich auf dieser Seite die Waldlandschaft begutachten durfte in welche diese Anlage eingebettet war, fiel meine Wahl hierauf. Es ist zwar ein Stückchen weg, aber mit dem Auto schnell zu erreichen. Direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Hier klicken um den genauen Ort anzeigen zu lassen.
Da waren sie nun. Zwei Stadtmenschen am Rande eines Waldgebietes, unwissend der Odyssee auf die sie sich gleich begeben würden.
Begrüsst wurde man von einem “Trimm-Dich”-Gelände an dessen Ende eine Station zum Waschen der Füße angelegt wurde. Dort auch eine Beschreibung und Lageplan der Umgebung.
Na denn. Wir wussten wo es hingehen sollte, der Schriftzug “Start” mit dem dazugehörigen Pfeil zeigte uns den Weg, was sollte zwei gestandene Kerle aufhalten?
Es gibt an dieser Stelle jetzt mehrere Theorien. Es reicht von “Schlecht ausgeschildert” bis “Zu doof den richtigen Weg zu finden”. Zur Verdeutlichung hier eine kleine Grafik:
Rot:
Dies war der erste Weg der eingeschlagen wurde. Natürlich haben wir direkt unsere Schuhe ausgezogen und schlichen mehr oder wenig vorsichtig über den Trampelpfad. An einer größeren Gabelung kamen die ersten großen Zweifel ob dies überhaupt der Barfusspfad sei. Zwar wiegte ich mich dank GPS im iPhone in Sicherheit nicht zu schnell in der “Wildnis” verloren zu gehen,aber es blieben die verschiedenen Untergründe aus, daher kehrten wir um. Zurück auf “Start”.
Blau:
Zurück bei dem “Waschhaus” wurde der der Umgebungsplan einer genaueren Inspektion unterzogen. “Na klar waren wir falsch!”. Wie blöd sind wir denn. Wir hätten den Weg weiter rechts einschlagen sollen. Gesagt getan. Also los! Es ging bergab, aber auch hier tauchten keine unterschiedlichen Untergründe auf. Im Gegenteil. Wir versuchten dem teilweise steinig werdenden Weg noch therapeutische Wirkungen für die Fußsohle abzugewinnen. Der “Aha”-Effekt blieb aber aus. Irgendwann erreichten wir einen geteerten Weg. Rechts ging es weiter in den Wald, links zeichnete sich Zivilisation in Form von Wohnhäusern ab. Es konnte doch nichts schwer sein diesen Barfußpfad zu finden. So brachen wir Richtung der Häuser auf um ein paar Einheimische zu fragen. Leider befanden wir uns schon im niederländischen Teil des Umlandes und die Sprachbarriere tat ihr Nötiges um uns das Ziel für den Tag zu verwehren. Also wieder zurück. Einen Versuch gaben wir uns noch.
Grün:
Wenn man sich einmal den Plan richtig ansieht ist es eigentlich gar nicht schwierig auf den korrekten Weg zu stoßen. So erreichten wir also endlich den Barfusspfad. Grinsend über die eigene Unfähigkeit durften unsere Fußsohlen nun endlich Sand, Mulch, Holz un Steine in speziell präparierten “Becken” erfühlen. Es war ein schöner Spaziergang durch den Wald. Das Wetter zeigte sich zudem von der sonnigen Seite und sorgte für angenehme Temperaturen.
Zum Schluss durfte man noch durch eine größeres Schlammbecken waten und wie bei Kneipp durch kaltes Wasser treten. Danach wurden die Füße gewaschen und die Schuhe wieder angezogen. Ein wohliges Prickeln zeigte, dass die Durchblutung auf jeden Fall angeregt worden war.
Fazit:
Ein schöner Weg, wenn man(n) ihn dann findet. *grins*





Neueste Kommentare