Ohne lange um den heissen Brei herumzureden, mein diesjähriger Geburtstag war klasse! Ich hatte keinen Stress und habe mich einfach sauwohl gefühlt. Und obwohl wir zu Beginn vom Chefköbes angemeckert wurden hat sich dann doch alles in Wohlgefallen aufgelöst. Besonders der Besuch einer damaligen “Mitinsassin” meines Bio-Leistungkurses hat mich sehr gefreut und zeigte einmal mehr, dass soziale Netzwerke wie “Facebook” nicht nur negative Schlagzeilen verdient haben. Im Gegenteil. Sie können Menschen auch wieder zusammenführen.
Gerade sitze ich in der S-Bahn nach Düsseldorf und habe ein zufriedenes Grinsen im Gesicht. Alte Freundschaften zu pflegen ist wichtig, aber man sollte immer etwas Platz für Spontanität lassem. Sie öffnet neue Türen die man zuvor aus den Augen verloren hat.
Schade das Niels das alles nicht mehr erleben konnte, aber ich denke er wird es mit großem Interesse verfolgen und vielleicht sogar eingegriffen haben. Ich glaube so langsam an keine Zufälle mehr.
Danke nochmal an Alle für diesen wunderschönen Tag.
Das sind genau die Dinge, die Kraft über manche Durststrecken geben.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie jedes andere moderne Unternehmen in dieser Zeit gibt es für das Servicepersonal in den Zügen sicherlich Weiterbildungen oder Coachingmaßnahmen. Darunter bestimmt auch ein Englischkurs um die notwendigen Ankündigungen im Zug international zu gestalten.
Meine Bitte:
Wenn schon eine Fremdsprache, dann bitte die wichtigen Sätze richtig aussprechen. Oder vielleicht einfach mal bei einem Seminar das “th” eine Stunde lang üben. Es ist nicht wirklich schwer!
Sie ersparen sich damit oftmals ein tosendes Gelächter der Passagiere bei diversen Ansagen.
Auch kann es nicht Sinn und Zweck sein, dass deutschsprachige Mitfahrer ausführlich über Verspätungen und verpasste Anschlusszüge informiert werden und dann ein lapidares “We have a deläh off twentieh minutes. Sänk ju vor träveling wis deutsche Bahn” folgt.
Vielleicht fruchtet mein Ratschlag bei Ihnen. Ich würde mich auf jeden Fall freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Kral

Kennt ihr das auch? Man geht zu seinem bevorzugten Lebensmitteldealer des Vertrauens um ein paar Dinge einzukaufen. Da man ja nicht das erste Mal dort erscheint, ist die Lage der zu besorgenden Produkte im Kopf und die Route durch die Gänge geplant um möglichst effektiv und zeitschonend wieder zu verschwinden. Was passiert stattdessen? Es eiern diverse Personen, fast schon wie Betrunkene, von einer Ecke in die Andere. Will man rechts vorbei, schlagen sie hinterlistig einen Haken und schon macht der Einkaufskorb Bekanntschaft mit den eigenen Extremitäten. Ich kann ja durchaus verstehen, wenn man in so einem Geschäft wie “Kaufhof” ins Bummeln verfällt und der Reizüberflutung nachgibt. Aber in einem Laden wie “Netto”?
Och…der Käse sieht aber gut aus! Ob der zu dieser Wurst hier passt? Hmm…die Putenbrüste sind für den Abend doch irgendwie zu nuttig. Aber diese Ananas lenkt die Aufmerksamkeit mehr auf die wichtigen Dinge. Doch jetzt lieber das Vanillecremedessert oder den Badezimmerreiniger in der attraktiven Sprühflasche? Nein, diese Hautcreme harmoniert deutlich besser mit dem Wellness-Drink. Hach, ist das alles anstrengend hier.
So oder ähnlich müssen die Gedankengänge einer Kundin ausgesehen haben, die mich fast zu einem kleinen Wutausbruch animiert hätte. Permanent leuchteten ihre Augen und sie stürmte völlig unberechenbar hin und her. Es war definitiv kein Muster zu erkennen. Zumindest nicht für mich. Vielleicht war es ja ihr erstes Mal in einem Netto. Und an der Kasse war sie dann völlig mit den Nerven zu Ende da (wie Dieter Nuhr ja schon so treffend bemerkte) man ja nicht ahnen kann an der Kasse auch bezahlen zu müssen.
Das Leben kann manchmal schon richtig hart sein. Dennoch kann ich mir gerade beim Schreiben dieser Zeilen ein Grinsen schwer verkneifen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Ja, es fehlte noch die Fortsetzung meines Berichts. Dies hole ich hiermit nach.
Wie schon zuvor erwähnt begann die zweite Nacht nun in einer kleineren Bäckerstube, die nur die notwendige Maschinerie enthielt. Der Nachteil: Mehr Arbeitsgänge mussten mit den eigenen zwei Händen erledigt werden. Ich habe für den Ablauf auch einen schönen Vergleich gefunden. Erinnert ihr euch damals in der Schulzeit noch an die großen Seile die auf dem Pausenhof ausgepackt wurden und ganz viele Leute reinspringen mussten? Genauso kam es mir bei den einzelnen Handgriffen vor. Das richtige Timing zum Einstieg ist wichtig und dann arbeitet man die einzelnen Schritte immer wieder durch bis am Ende eine ganze Ofenladung Brote herauskommt.
Aber nicht nur Brot und Brötchen standen auf dem Programm. Auch ein Apfelkuchen, dessen Rezept mir dann zum Abschied auch mitgegeben wurde. Nun gut, ich musste noch die Mengen etwas herunter rechnen, denn in meiner Küche 30 Kilo Mehl zu verarbeiten wäre dann doch etwas zu viel verlangt.
Wie kann man diese Erfahrung nun am besten zusammenfassen? Ich muss gestehen, dass die ursprüngliche Romantik schon etwas gewichen ist. Dennoch halte ich die grundsätzliche Idee immer noch für tragbar und kann es mir weiterhin vorstellen den Kiwis vernünftiges Brot zu bringen. Das Schöne an der ganzen Geschichte ist ja, dass ich mir überhaupt keinen Stress machen muss. Ich behalte einfach diesen Traum im Auge und setze Teil für Teil des Puzzles langsam zusammen. Mal sehen wie das Ergebnis aussieht.
Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht und war eine sehr gute Erfahrung. Zumindest weiß ich jetzt die “Machenschaften im Hintergrund” mehr zu schätzen wenn ich morgens in mein Brötchen beiße.
Fortsetzung folgt…

Es lohnte sich gestern nicht mehr ins Bett zu gehen und so hielten mich schwarzer Tee und ein Schuss “Red Bull” bei Laune. Bei klirrender Kälte erreichte ich schliesslich die Großbäckerei und erlebte den Klimawandel ohne auf das Ozonloch warten zu müssen. Schnell waren passende Arbeitsklamotten gefunden und dann ging es auch schon los. Säcke schleppen und ab damit zum Teigmischer. Allein die Größendimensionen haben mich schier umgehauen. So durchlief ich die einzelnen Stationen vom Roggenvollkornbrot zu den Karottenbrötchen. Ich hatte zuvor die Befürchtung ich würde vielleicht nie wieder solche Kreationen essen, aber es sind wirklich die echten Rohstoffe drin.
Erwähnte ich schon, dass es ziemlich warm war? Nicht? Es war ziemlich warm dort!
So lud ich Teig um, formte komplette Laibe, brachte sie zum Ofen und holte sie wieder heraus. Keine freie, ungenutzte Minute. Zeit ist hier wirklich Geld. Das bekommt man zu spüren. Was einen allerdings bei Laune hält (zumindest mich) sind all die Gerüche. In jeder Ecke riecht es anders und ich konnte mich nur schwer zurückhalten nicht überall reinzubeissen. Das höchste aller Gefühle war aber am Ende die Gewissheit richtig viel geschafft zu haben. Zu blöd habe ich mich offensichtlich nicht angestellt da der Chef mit mir noch redet.
Bevor es dann gegen 7:30 Uhr nach Hause ging, gab es noch eine kleine Planänderung.
Sollte sich der Plan mit Neuseeland verwirklichen, steht mir natürlich nicht so eine profrssionell eingerichtete Maschinerie zur Verfügung. Daher vermittelte mich der Chef für die nächsten zwei Tage an seinen Vater der noch eine kleine Bäckerei in Pankow unterhält. Hier würde sich dann alles in dem Maßstab wiederfinden der bei mir zum Einsatz kommen könnte. Ein weiterer Vorteil liegt daran, dass ich meinen Weckuhrzeit um zwei Stunden nach hinten stellen kann. Es geht “erst” um 3:00 Uhr los.
Und jetzt zu meinem eigentlich Problem: Ich kann immer noch nicht schlafen. Es blieb bei einem erfolglosen Versuch heute morgen. Inzwischen ist es 17:00 Uhr und ich kann immer noch nicht mein Bett genießen. Zudem heute so schönes Wetter draußen war und ich die Zeit für eine kurze Fotosafari genutzt habe (siehe rechts in meinem Fotostreifen). Trotz klirrender Kälte schaffte es die Sonne bis in mein Herz vorzudringen und sorgte für Behaglichkeit. Es war auf jeden Fall besser als zu Hause rumzugammeln.
Jetzt bin ich gespannt was mich heute erwartet und welche Aufgaben mir zu Teil werden. Es wird auf jeden Fall mehr handwerkliches Geschick gefragt sein, das steht fest.
Ich werde berichten…

Keine Sorge. Ich bin nicht auf das “9live”-Niveau gesunken. Lediglich die Loriot Ausstellung wurde von mir heimgesucht. Unter anderem durfte man auf der legendären Couch Platz nehmen, die für zahlreiche Anmoderationen des Herrn von Bülow diente. Des weiteren wurde viel des gesamten Wirkens präsentiert. Darunter auch solche Informationen wie die bereits erwähnten vierbeinigen Möpse und die empfundene Bewunderung des Herrchens für diese Tiere. Neben den unsterblichen Klassikern waren auch sehr viele Zeichnungen und Karrikaturen zu sehen. Auch hier spiegelte sich der unverkennbare Humor wieder, den man entweder liebt oder hasst. Dank eines eigens für diese Ausstellung produzierten Buches kann ich nun noch einmal in Ruhe jede einzelne Station der “beruflichen” Karriere von Loriot nachverfolgen. Passenderweise lautet der Titel “Ach was!”. Sinnbild für einen überraschten Ausdruck über die Vielfältigkeit und Kreativität eines genauen Beobachters unseres Alltags. Wie auch schon bei den Filmen offenbahrt sich ein Sammelsurium von Absurditäten und humoristischen Glanzleistungen, die zeitlos gewordem sind. Auch legen sie Zeugnis darüber ab, dass sich viele Dinge besonders im Umgang der Menschen miteinander kaum geändert haben. Auch wenn sich die Sprache meiner Meinung nach verändert hat, die Pointen sitzen immer noch. Wirklich schade dass wir keinen weiteren Film à la “Papa ante Portas” erleben dürfen. Aber so konnte die extrem hoch gesetzte Erwartung aufgrund solch einer Vorlage auch nicht enttäuscht werden. Man soll halt doch aufhören wenn es am Schönsten ist.
In diesem Sinne:
Danke Herr von Bülow für all die Lacher, die Sie mir bis heute entlockt haben und es auch weiterhin tun werden.

Liebe Lebensmittelindustrie,
es erfreut mich immer wieder die Entwicklungen aus euren Labors zu verköstigen und habe mich auch nur ganz selten angewidert abgewendet. Aber abundzu fühle ich mich doch ein wenig “verarscht”. Wenn auf der Packung “Sonntagsbrötchen” zum Selbstbacken angeboten werden erwarte ich nicht nur aufgrund der Erwähnung des heiligsten Tages der Woche im Namen des Produkts etwas Besonderes. Die Abbildung zeigt ein gesundes, ausgewachsenes Brötchen in seiner Blütezeit.
Was dann aber am Ende aus dem Backofen kam, sehen Sie auf dem angehängten Bild. Wie soll man das denn seiner Familie verkaufen? Das setzt einen solch hohen Einsatz der Phantasie voraus, die durch Talkshows und hirnlose Werbungen stetig dezimiert wird.
“Liebe Kinder, wenn der kleine Teigbatzen mal gross ist, wird er ein Sonntagsbrötchen”.
Meine Bitte:
Lieber mal ehrlich sein und vielleicht mit der Verpackung und Beschreibung einen Gang zurückschrauben. Oder vielleicht der Hinweis dass nur durch den Einsatz des gesamten Inhalts ein “Sonntagsbrötchen” entsteht.
Mit freundlichen Grüssen
Michael Kral

Ein sehr guter Freund würde an dieser Stelle wieder sagen “Micha, du interpretierst da viel zu viel hinein!”.
Was war passiert? Ich ging mit meiner Mutter in einen Edeka um “Beifuß” zu kaufen. Hinter der Kasse zupfte es plötzlich an meiner Jacke und ich sah in die Augen eines kleinen Jungen, der mir höflichst einen Glückskeks anbot. Ich nahm ihn, wünschte frohe Weihnachten und dann war er auch schon verschwunden. In dem Keks war folgende Botschaft enthalten:
“Das Glück liegt in uns, nicht in den Dingen.”
Meine Interpretation dieses Satzes: “Wahres Glück zu finden ist schwierig, aber letztendlich ist es in uns selbst und kann durch Materielles nicht ersetzt werden.”
Ja, so langsam werde ich doch leicht melancholisch bei dem Blick auf das vergangene Jahr. Mein Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen, dafür passierten ganz andere Dinge. Aber halt, ich gleite schon wieder in das noch kommende Jahresresümee ab.
Es gab heute noch ein paar witzige Schnappschüsse die auf der rechten Seite unter “Neueste Fotos” eingesehen werden können.
Ein Bild möchte ich euch aber nicht vorenthalten. Musste sehr darüber grinsen:

Ich wünsche euch allen einen schönen, heiligen Abend.

Normalerweise nehme ich solche Sätze wie “Na ob Sie dank der Ausfälle heute noch nach München kommen” recht locker entgegen. Es mag meine ungebrochene Hoffnung sein, dass eine positive Grundeinstellung auf jeden Fall nie verkehrt ist.
Als ich aber im Internet dann nach meinem Zug sah, stellte sich dieser als storniert heraus. Wie auch viele Linien davor und danach. Was nun? Gerade wurde es neun Uhr und die Webseite zeigte noch einen verfügbaren Zug um 9:52 an. Dank meines Chefs und einiger Überstunden setzte ich den spontanen Plan um, mich in diesem ICE wohlzufühlen. Zuerst stimmte mich die Bevölkerungsdichte am Bahnsteig noch zuversichtlich doch dann offenbahrte sich das wahre Disaster. Na klar. Auf diese Linie verteilten sich auch die Passagiere der zuvor ausgefallenen Züge. Meine grösste Hoffung war nun die erste Klasse. Aber auch hier war sich jeder der Nächste und als Entschädigung durfte nun jeder von der zweiten Klasse wechseln. Insofern natürlich nicht schlecht für mich als dass ich nun mein Upgrade einsparen konnte. Alles strömte beim Einsteigen nach links und mit einem kurzen taktischen Manöver brach ich rechts aus und sicherte mir so einen Platz. Gut so, denn selbst in der ersten Klasse stehen die Menschen auf den Gängen oder lungern an den Türen herum.
So zieht gerade der weiße Osten Deutschlands an mir vorbei und gleich erreichen wir Leipzig. Viele Grüsse an Familie Wappler!
Mein iPhone ist vollgepackt mit Filmen und Serien. Wenn das nicht ausreichen sollte kann ich auch noch auf ein Buch ausweichen. Nur Getränke habe ich in der Hektik vergessen. Da muss ich wohl noch was organisieren.
Fazit für heute: Ruhe bewahren hilft.
Auch wenn die Bahn für ihre “Pünktlichkeit” bekannt ist, das Personal blieb freundlich und oftmals entspannt ein Lächeln beide Parteien.
Appell an Alle:
Auch wenn es schwierig fällt, einfach mal lächeln. Es ist Weihnachten, verdammt nochmal.
Ich wünsche euch allen erholsame Weihnachtstage!
Micha
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