
Nun war der Tag also gekommen.
So viele Fragen wanderten mir schon beim Aufstehen durch den Kopf:
“Wird alles klappen?”, “Werden sich die Leute verstehen?”, “Wird das Essen gut sein?”, “Wird noch jemand kurzfristig absagen?”.
Das war nur so ein kleiner Auszug aus dem Gewusel, welches sich in meinen Hirnwindungen abspielte.
Fehler Nummer 1 an diesem Tag:
Trotzdem es um 12:00 Uhr ein Brunch gab, hätte ich etwas Essen sollen. Der nüchterne Magen bot keine gute Basis.
Erst vor der Türe wurde ich des tollen Wetters bewusst. Strahlend blauer Himmel erwartete mich. Sehr gut. Zumindest dieser Punkt konnte von meiner “Zweifelliste” gestrichen werden. Kaum Verkehr auf der Autobahn und auch bei der Ausfahrt zum Phantasialand war kaum ein Auto sehen. Also auch hier keinerlei Probleme. Nächster Punkt gestrichen. Ich konnte in Parkplatz Nummer Eins parken. Auch hier ein gutes Zeichen für wenig Besucher des Parks. Kein Wundern, denn zuvor hatte sich der Wetterbericht jeden Tag korrigiert. Etwas länger hielt sich die Aussage, es wäre wolkig mit vereinzelten Schauern. Ich glaube wir sind uns gar nicht bewusst, wie sehr uns der Wetterdienst in unserer Freizeitgestaltung wirklich beeinflußt. Memo an mich selbst: Verschwörungstheorien überarbeiten.
Nun ging es schnurstracks in das “Hotel Matamba” und dort zum eigentlichen Veranstaltungsort, dem Restaurant “Zambesi”. Auf jeden Fall sehr geschmackvolle Innendekoration. Lediglich das afrikanisch inspirierte Hintergrundgedudel machte auf Dauer nicht wirklich Spaß. Da das Restaurant erst pünktlich um 12:00 öffnete, machten wir es uns davor an ein paar Tischen gemütlich und erwarteten die weiteren geladenen Gäste. Die trafen auch nacheinander ein und ich wurde immer ein klein wenig mehr nervöser. Die ersten Vorstellungsrunden liefen durch und obwohl alles völlig entspannt ablief, konnte ich mich nicht richtig beruhigen. Punkt Mittag schwangen die Flügeltüren und wir konnten einen Blick auf das Interieur werfen. Für mich wurde eine großer Abschnitt mit einzelnen Tischen reserviert, von denen man aber immer alles im Blick haben konnte. Auch hier also nichts zu meckern. Wieder ein Punkt meiner Liste gestrichen. Schon recht bald wanderten die Ersten zum Buffet und nachdem ich mich selbst davpn überzeugt hatte kann ich nur bestätigen, dass es hier wirklich tolle Sachen gab. Springbock- und Känguruhfleisch sollen hier nur mal am Rande erwähnt werden. Alle hatten für sich ein Plätzlichen gefunden und auch der Gesprächsaustausch fand Grüppchenübergreifend statt. Ich freute mich wirklich riesig, dass alle mit Kind und Kegel gekommen waren. Aber selbst diese Tatsache reichte nicht aus um meine Nervosität zu besänftigen.
Fehler Nummer 2 an diesem Tag:
Ich habe exakt ein Hackfleischbällchen, zwei Maisbällchen und einen Hauch von Gemüse vom Buffet gegessen.
Es war sehr schön zu beobachten, wie Kinder die einzelnen Leute zusammenführten. So konnte ich am Rande immer wieder hören, wie Tipps und Kniffe ausgetauscht wurden. Die Geschenke hatte ich alle zur Seite gelegt, da ich keinen Moment verpassen wollte. Am liebsten hätte ich mich in sechs Teile geteilt und mich an jeden Tisch gesetzt. Ging nur leider nicht.
So “brunchten” wir vor uns hin und die Zeit verging wie im Fluge. Nun kam die Frage auf, wer noch alles mit ins Phantasialand kommen würde. Zu meiner Überraschung gab es nur zwei “Absagen”. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich hätte vermutet, dass maximal vier Leute mitkommen würden. So waren es jetzt fast alle. Während ich diese Zeilen hier schreibe kann ich mich eigentlich erst so richtig darüber freuen. Schade eigentlich.
So zog unsere “Armee” mit drei Kinderwägen bewaffnet durch den Park. Zuerst wurde der “Talucan” eingeweiht, dann eine Spritztour auf der Wasserrutsche unternommen, mit acht Personen eine weitere Wasserrutsche ausprobiert, die “Colorado Adventure”-Achterbahn gefahren und schließlich die “Black Mamba”. Lustigerweise hat sie mir dieses Mal eine volle Breitseite verpasst. Mir war leicht schlecht und ich bekam Kopfschmerzen. Ich war dennoch sehr erstaunt, wie “tapfer” unsere Damen waren und gleich mehrmals die “Colorado”-Bahn bestiegen. Tja, so richtig kann man sich solch einem Adrenalinschub halt nicht entziehen.
Fehler Nummer 3 an diesem Tag:
Ich habe kaum etwas getrunken.
Zwar frischte ich meinen Flüssigkeitshaushalt dann noch etwas auf, aber so richtig half es leider nicht. Inzwischen war es auch schon 18:00 Uhr geworden und somit konnte das Ende auch eingeläutet werden. Wir trafen uns alle am Eingang wieder und es wurde noch ein wenig geschnackt. Dann ging es an die große Verabschiedungsrunde und so langsam entspannte ich mich wieder. Soweit das überhaupt möglich war, da an meinem Kopf bereits der Bohrhammer angesetzt wurde. Dennoch war die Freude über dieses so gelungenen Tag dermaßen groß, dass ich diese Kopfschmerzen geschickt “wegvisualiseren” konnte.
Auf der Heimfahrt fiel dann endlich die Nervosität komplett ab und ich konnte meine Freunde richtig auskosten. Mir wurde dann nahegelegt ich solle endlich etwas essen. Zu Recht! Ich hatte über den ganzen Tag nur das “Bettlermenü” zu mir genommen, obwohl ich am “Kaiserbuffet” saß. So gab es dann noch einen kleinen Salatteller mit drei kleinen Broten.
Zwei Kopfschmerztabletten später fiel ich ins Bett und bin nach kurzer Zeit auch eingeschlafen.
Ein rundum gelungener Tag ging zu Ende.
Vielen, vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an Alle. Es war super mit euch! Schöner hätte ich meinen Geburtstag nicht feiern können.
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