Die Bahn – Geschichte einer Hassliebe

Normalerweise nehme ich solche Sätze wie “Na ob Sie dank der Ausfälle heute noch nach München kommen” recht locker entgegen. Es mag meine ungebrochene Hoffnung sein, dass eine positive Grundeinstellung auf jeden Fall nie verkehrt ist.
Als ich aber im Internet dann nach meinem Zug sah, stellte sich dieser als storniert heraus. Wie auch viele Linien davor und danach. Was nun? Gerade wurde es neun Uhr und die Webseite zeigte noch einen verfügbaren Zug um 9:52 an. Dank meines Chefs und einiger Überstunden setzte ich den spontanen Plan um, mich in diesem ICE wohlzufühlen. Zuerst stimmte mich die Bevölkerungsdichte am Bahnsteig noch zuversichtlich doch dann offenbahrte sich das wahre Disaster. Na klar. Auf diese Linie verteilten sich auch die Passagiere der zuvor ausgefallenen Züge. Meine grösste Hoffung war nun die erste Klasse. Aber auch hier war sich jeder der Nächste und als Entschädigung durfte nun jeder von der zweiten Klasse wechseln. Insofern natürlich nicht schlecht für mich als dass ich nun mein Upgrade einsparen konnte. Alles strömte beim Einsteigen nach links und mit einem kurzen taktischen Manöver brach ich rechts aus und sicherte mir so einen Platz. Gut so, denn selbst in der ersten Klasse stehen die Menschen auf den Gängen oder lungern an den Türen herum.
So zieht gerade der weiße Osten Deutschlands an mir vorbei und gleich erreichen wir Leipzig. Viele Grüsse an Familie Wappler!
Mein iPhone ist vollgepackt mit Filmen und Serien. Wenn das nicht ausreichen sollte kann ich auch noch auf ein Buch ausweichen. Nur Getränke habe ich in der Hektik vergessen. Da muss ich wohl noch was organisieren.
Fazit für heute: Ruhe bewahren hilft.
Auch wenn die Bahn für ihre “Pünktlichkeit” bekannt ist, das Personal blieb freundlich und oftmals entspannt ein Lächeln beide Parteien.
Appell an Alle:
Auch wenn es schwierig fällt, einfach mal lächeln. Es ist Weihnachten, verdammt nochmal.
Ich wünsche euch allen erholsame Weihnachtstage!
Micha


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