„37 das neue 87“ oder „Wie trete ich der Zahnfee in den Allerwertesten“
Tja, letzte Woche war es mal wieder soweit. 365 weitere Tage auf diesem Erdball forderten ihren Tribut. Bisher habe ich mich nicht wirklich über das fortschreitende Alter beschweren können, aber so langsam merkt man doch, dass die Natur eine kürzere Lebensdauer für uns geplant hatte.
Wie ich jetzt darauf komme? Naja, bisher war ich immer so stolz auf den Zustand meiner Beißerchen. Keine Plomben, Kronen oder sonstige Korrekturen. Jetzt allerdings komme ich so langsam dahinter, dass ich nach Strich und Faden hintergangen wurde. Im Hintergrund, oder passender formuliert „Untergrund“, wurde an dem Fall der Zahnsubstanz gearbeitet. Karius und Baktus haben ganze Arbeit geleistet. So wäre es fast zu einem elften September in meinem Rachenraum gekommen. Einen Zahn hatten Sie schon für den großen Moment präpariert. Dank der Einsatztruppe „Medeco“ wurde jedoch größeres Unheil verhindert. Dennoch musste dem Zahn auf die Wurzel gefühlt werden.
Just an meinem Geburtstag machte jedoch genau dieser behandelte Zahn wieder Probleme und nicht nur das. Auch in der oberen Reihe rumorte es nun. Nur durch Zufall wurde gestern entdeckt, dass ein noch heimtückischeres Attentat der beiden Jungs konkrete Formen annahm. Aber auch hier zeigte die Eingreiftruppe kein Erbarmen und griff mit Bohrern und seltsam anmutenden Werkzeugen ein um den Fall des zweiten Zahns zu verhindern. Es ist geglückt, aber zu welchem Preis. Eine schlaflose Nacht hat es mich bereits gekostet.
Aber jetzt sollte ich vielleicht auch mit dem Jammern aufhören. Ansonsten ist nämlich (körperlich gesehen) alles in bester Ordnung.
Dank einer neuartigen Trainingsmethode konnte ich sogar den Mythos „Muskelaufbau funktioniert nach den Dreißigern nicht mehr“ widerlegen. So langsam spüre ich das Waschbrett unter dem Waschbärbauch zumindest anhand der Muskelkatze, die mich zwei Tage danach besucht. Auf jeden Fall kann ich diese neu gewonnene Masse gegen die Zahnfee nutzen und ihr mal gehörig in den Allerwertesten treten, sollte sie nur im entferntesten erwarten einer meiner Zähne einsammeln zu dürfen.
Um den Kreis dieses Artikels wieder zu schließen, möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Gratulantinnen und Gratulanten bedanken. Es waren dieses Jahr wirklich außergewöhnlich viele. Auch die spontanen Aufmerksamkeiten lassen mich jetzt immer noch grinsen.
Vielen Dank.
PS:
Ist euch mal aufgefallen wie erschreckend gut sich “Zahnweh” auf “Zahnfee” reimt? Hat das etwas zu bedeuten?













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